25.02.2004

KAPAZITÄTEN

Neue Lösungen für das digitale Kino

Forscher des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen [IIS] wollen auf der CeBIT in Hannover den nächsten Schritt zum digitalen Kino vorstellen.

Die Forscher haben einen mobilen Speicher entwickelt, der direkt am Set eingesetzt werden kann. Das handliche Gerät [24 x 16 x 8 cm] wiegt drei Kilogramm und speichert etwa 30 Minuten unkomprimierten digitalen Film in HDTV-Auflösung.

Um digitales Kino zu realisieren, muss vor allem das Problem der Speicherung von großen Datenmengen gelöst werden. Ein 90-minütiger Spielfilm belegt einen Speicher von etwa zwei Terabyte.

"Die Speicherung so vieler Daten stellt eine erhebliche Herausforderung dar. Alleine beim Dreh einer Minute digitalen Kinofilms entstehen etwa 40 Gigabyte an Daten", so Siegried Flößel vom Fraunhofer-Institut.

Surround Sound auf allen Plätzen

Ein zweiter wichtiger Schritt zum digitalen Kino ist die Beschallung. Perfekten Surround-Sound gibt es bisher nur auf wenigen Kinoplätzen. Das Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie setzt deshalb die Klangfeldsynthese ein. Das System IOSONO soll einen perfekten und natürlichen Raumeindruck auf allen Plätze schaffen.

Vorteil des digitalen Kinos ist vor allem die schnelle und preiswerte Vervielfältigung und Verteilung. Dabei kommen die Filme via Breitbandkabel, DVD oder Satellit in die Kinos.

Während die Filmfirmen beim Vertrieb Kosten sparen, müssen Kinobetreiber aber künftig hohe Investionen tätigen. Die neuen Projektoren und die notwendige digitale Infrastruktur werden etwa 150.000 bis 300.000 Euro kosten.