China will Cracker stoppen

angriff
27.08.2007

"Maßnahmen einleiten"

Die chinesische Führung will die Schadsoftware-Angriffe auf Computer der deutschen Bundesregierung umgehend stoppen. Das sagte der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch am Montag in Peking zu.

"Gemeinsame Spielregeln"

Die Regierung sei entschlossen, Maßnahmen einzuleiten, um die Angriffe auszuschließen, sagte Wen. Merkel ging nicht direkt auf die Frage ein, sie mahnte aber generell an, dass in einer zusammenwachsenden Welt "gemeinsame Spielregeln" eingehalten werden müssten.

Am Samstag hatte das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorab berichtet, dass Cracker der chinesischen Armee auf Computern des deutschen Kanzleramts sowie des Ministeriums für Wirtschaft und Forschung und des Auswärtigen Amts Spionageprogramme installiert haben sollen.

Am Sonntag hatte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums diese Vorwürfe zurückgewiesen. Inwieweit die Stellungnahme des chinesischen Ministerpräsidenten nun ein Eingeständnis entsprechender Aktivitäten seiner Behörden sein soll, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.

(dpa | futurezone)