Galileo braucht Sat-Mautsystem als Kunden
Das angeschlagene deutsche Mautsystem ist in letzter Sekunde zur Chefsache geworden: Der Imageschaden für die am Konsortium Toll Collect beteiligten Konzerne DaimlerChrysler und Deutsche Telekom ist bereits gewaltig.
Jetzt soll das hoch gesteckte Ziel, mit der Satellitentechnologie europaweit ein Zeichen beim künftigen Mautkassieren zu setzen, "unbedingt klappen", sagt ein Manager aus dem Hause DaimlerChrysler.
Es geht um viel Geld, das Toll Collect künftig einnehmen will. Und dabei spielt auch das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo eine wichtige Rolle.
Die Manager von Toll Collect wissen inzwischen selbst, wie ernst die Lage ist. Die satellitengestützte Maut "ist zum Erfolg verdammt", hieß es Dienstag von der Toll-Collect-Spitze. "Die Ingenieure arbeiten jetzt Tag und Nacht und sie werden das Problem lösen", lautet eine der Prognosen aus dem Toll-Collect-Konsortium. Neue Tests hätten bewiesen, dass das System funktioniere.
Warten auf "ernsthafte" Maut-AngeboteWichtiger Galileo-Kunde
"Wenn die Satellitenmaut nicht klappt, dann wird Galileo ein wichtiger Kunde wegbrechen", meinte am Dienstag ein Experte.
Allein schon wegen Galileo dürfte auch die deutsche Bundesregierung ein Interesse daran haben, "dass nicht ein Mikrowellensystem wie in Österreich, sondern ein satellitengestütztes System in Deutschland bei der Maut funktioniert", ist er sich sicher.
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