20.02.2004

ABGESCHWÄCHT

Intel sieht verzögerten 64-Bit-Bedarf

64-Bit-Prozessoren haben auf dem Heim-PC-Markt keine Relevanz - zumindest wenn es nach dem Prozessorhersteller Intel geht.

William Siu, Chef des Desktop-Chipbusiness bei Intel, erwartet erst für 2006 den Transfer der 64-Bit-Technologie in den Konsumentenbereich.

Intel war im Rennen um die 64-Bit-Krone gegenüber AMD etwas ins Hintertreffen geraten. Siu will jedoch nicht bis 2006 warten, um seine neuen Chips anzubieten.

"Logischer Evolutionsschritt"

AMD [Advanced Micro Devices] preist die 64-Bit-Technologie als logischen Evolutionsschritt sowohl im Business- als auch Heimbereich an und hat damit vor allem Performance-Enthusiasten angesprochen. Obwohl diese nur eine sehr kleine Gruppe bilden, haben sie doch einen überproportional großen Anteil an der Beeinflussung von Kaufentscheidungen.

Eine Entwicklung, die Intel freilich nicht gefällt. "Wir glauben, dass 64-Bit-Technologie noch einige Zeit braucht. Wenn man dieses Produkt zu früh anbietet, müssen die Konsumenten für ein Feature zahlen, das sie noch gar nicht benötigen."