Europol-Abkommen mit Österreich

analysen
21.08.2007

Zusammenarbeit zum Schutz der EM 2008

Am Rande des Festsymposions zum fünfjährigen Bestehen des Bundeskriminalamts haben Innenminister Günther Platter [ÖVP] und der Direktor der europäischen Polizeibehörde Europol, Peter Ratzel, am Dienstag ein Kooperationsabkommen im Hinblick auf die Euro 2008 unterzeichnet.

"Wir brauchen klare Analysen im Bereich der organisierten Kriminalität und des Terrorismus", sagte Platter bei einer Pressekonferenz in Wien.

Gegenseitige Unterstützung zugesichert

Der Innenminister kündigte an, dass ein Europol-Verbindungsbeamter in Österreich tätig sein wird. Man habe großes Interesse, dass die Zusammenarbeit mir Europol gut funktioniert.

Besonders bei der organisierten Kriminalität und beim Terrorismus sei das wichtig, denn "kein Land kann diese Probleme allein bewältigen", so Platter. Er habe Europol bei allen Aktivitäten die volle Unterstützung Österreichs zugesichert.

Ratzel betonte die Wichtigkeit der Datenzulieferung für Europol durch die Mitgliedsstaaten. "Österreich ist hier ein Musterbeispiel. Ein derartiges Verhalten wird von allen Mitgliedsstaaten gewünscht", sagte Ratzel. Im Vorfeld der Fußball-EM werde seine Behörde strategische Analysen erstellen. Diese würden umso dichter, je näher man an das Ereignis herankomme.

Auch in Österreich sind Anschläge islamistischer Terroristen nicht auszuschließen. Das sagt Max-Peter Ratzel, der Chef der europäischen Polizeibehörde Europol. Die organisierte Kriminalität - wie zuletzt die Mafia-Morde in Deutschland - könne nur durch stärkere internationale Zusammenarbeit bekämpft werden.

(APA)