Neuer Superrechner in Betrieb genommen
Im Forschungszentrum in Jülich [Deutschland] ist heute der nach eigenen Angaben leistungsstärkste Supercomputer Europas in Betrieb gegangen.
Der Superrechner kann bis zu neun Billionen Rechenoperationen pro Sekunde ausführen und ist damit nach Angaben des Forschungszentrums mehr als zehn Mal so schnell wie der bislang genutzte Großrechner.
Der neue IBM-Supercomputer besteht aus 41 Rechnerknoten mit insgesamt 1312 Prozessoren. Der Arbeitsspeicher ist 5,2 TeraByte groß.
Ein schnelles Netzwerk [genannt High Performance Switch] verbindet die 41 Knoten zu einem einheitlichen Gesamtsystem. Beim Jülicher IBM-Computer wird diese Technologie erstmals in dieser Größenordnung eingesetzt, so das Forschungszentrum.
Unter den zivilen Großrechnern nehme der "IBM p690-Cluster" weltweit Platz 6 ein, so das Forschungszentrum. Er soll von rund 100 Forschergruppen aus ganz Deutschland genutzt werden. Die Investitionskosten betragen 42 Millionen Euro. Mit rund 1300 Prozessoren habe der Großrechner eine Leistung von rund 4000 Heimcomputern.
Forschungszentrum JülichKomplexe Fragen beantworten
Mit Hilfe der neuen Anlage wollen Wissenschaftler komplexe Fragen beantworten, etwa bei der langfristigen Vorhersage von Erdbeben oder bei der Ausbreitung von Schadstoffen im Boden.
Die Anlage mit dem Namen JUMP [JUelich MultiProzessor] soll vor allem für Berechnungen aus den Gebieten Materialwissenschaften, theoretische Chemie, Elementarteilchenphysik, weiche Materie, Umwelt, Lebenswissenschaften und Astrophysik kostenfrei genutzt werden können.
