PC-Spiele auf dem Rückzug

studie
16.08.2007

Games im Netz und auf dem Handy boomen

Spiele im Internet und auf dem Handy sollen in den kommenden Jahren einer Studie zufolge immer beliebter werden und die klassischen PC-Spiele mit Fokus auf lokalem Gameplay und schwachen Netzwerkfunktionen überholen.

Vergangenes Jahr wurden europaweit mit Online-Spielen rund 880 Millionen Euro umgesetzt, bis zum Jahr 2011 dürfte sich der Wert auf rund 2,7 Milliarden Euro verdreifachen, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers hervorgeht.

Mit Handyspielen werden in Europa rund 1,03 Milliarden Euro umgesetzt, in vier Jahren sollen es demnach 2,3 Milliarden Euro sein. Dann wären der Studie zufolge Spiele im Internet und auf dem Handy wichtiger als klassische PC-Spiele. Mit diesen werden heute 1,1 Milliarden Euro umgesetzt.

König Konsole

Laut der Studie dürfte dieser Wert auch bis 2011 gleich bleiben. Grund für den Boom der Online-Spiele ist vor allem, das immer mehr Menschen über den dafür nötigen schnellen Internet-Zugang verfügen. Der größte Umsatz dürfte aber weiterhin mit Videospielen für Konsolen gemacht werden. Von heute 3,9 Milliarden Euro wird der Umsatz laut Studie bis 2011 auf 5,4 Milliarden Dollar steigen.

In Europa wird derzeit mit umgerechnet 2,07 Milliarden Euro in Großbritannien am meisten mit Computerspielen umgesetzt. Dahinter folgen Deutschland mit 1,5 Milliarden Euro und Frankreich mit 1,1 Milliarden Euro. An der Konstellation dürfte sich der Studie zufolge bis 2011 nichts ändern. In Großbritannien dürfte der Markt im Jahresdurchschnitt aber um 11,2 Prozent wachsen, in Frankreich um 10,2 Prozent, während die Branche in Deutschland um jährlich 9,7 Prozent wächst.

(AFP)