Abgehörte Journalisten klagen HP

spitzelaffäre
16.08.2007

Detektive schnitten Privatgespräche mit

Mehrere Journalisten haben den IT-Konzern Hewlett-Packard auf Schadenersatz geklagt. Hintergrund ist die Spitzelaffäre des vergangenen Jahres. Ermittler des Unternehmens beschafften sich damals Aufzeichnungen privater Telefongespräche von Journalisten um festzustellen, auf welchem Weg vertrauliche Informationen aus dem HP-Verwaltungsrat an die Öffentlichkeit gelangten.

"Illegales und verwerfliches Verhalten"

Die in San Francisco eingereichte Klage wirft Hewlett-Packard, der früheren Verwaltungsratsvorsitzenden Patricia Dunn und dem ehemaligen Ethik-Beauftragten Kevin Hunsaker die Verletzung der Privatsphäre sowie "illegales und verwerfliches Verhalten" vor. Kläger sind drei Journalisten des Online-Portal-Betreibers Cnet Networks - Dawn Kawamoto, Stephen Shankland und Tom Krazit - sowie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AP, Rachel Konrad.

Der Klage haben sich auch Familienangehörige der Journalisten angeschlossen. "Wir reichen die Klage ein, um sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert", sagte der Klägeranwalt Kevin Boyle.

(AP | APA)