Postproduction-Mitarbeiter als Filmpiraten
US-Behörden haben im Kampf gegen die Filmpiraterie ihre Gangart verschärft:
Drei ehemalige Mitarbeiter der kalifornischen Firma Lightning Media, die für die Studios Filme in verschiedenen Formaten vervielfältigt, wurden jetzt wegen Filmpiraterie angeklagt.
Sie hatten angeblich illegale Kopien erstellt, an ihre Freunde verteilt und in weiterer Folge auch im Internet verbreitet. Nun droht ihnen eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.
Einen längeren Freiheitsentzug hat der US-Staatsanwalt in Los Angeles ausgeschlossen, da keine Anzeichen einer persönlichen Bereicherung gefunden werden konnten.
Erstes "Copyright-Opfer" bei den OscarsFrische Kopien
Das FBI war den dreien im vergangenen Oktober auf die Schliche gekommen. Damals war ein dreiminütiger Ausschnitt des Mel-Gibson-Films "Die Passion Christi" aufgetaucht, noch bevor Gibson einen Vertriebspartner gefunden hatte.
In weiterer Folge konnte das FBI auch Raubkopien von Quentin Tarantinos "Kill Bill Vol. 1." auf die drei ehemaligen Lightning-Media-Mitarbeiter zurückführen.
Erst vor rund zwei Wochen hatten zwei Mitglieder der Filmindustrie die härtere Gangart gegenüber Filmpiraterie zu spüren bekommen. So wurden von Sony und Warner Klagen gegen den 70-jährigen Schauspieler Carmine Caridi, ein - mittlerweile - Ex-Mitglied der Oscar-Jury, eingebracht, weil dieser Vorab-Kopien von Filmen verbreitet haben soll. Auch gegen seinen Gehilfen Russell Spargue sind Copyright-Klagen anhängig.
Lightning Media
