CeBIT mit verhaltenem Optimismus
Bei den Besucherzahlen hat die weltgrößte Computermesse CeBIT nach Einschätzung der Deutschen Messe AG zunächst ihren Zenit überschritten: "2001 hatte die CeBIT 850.000 Besucher. In absehbarer Zeit ist das nicht wieder erreichbar", meint Messe-AG-Vorstand Ernst Raue.
"Damals hatten wir ein Marktwachstum von knapp 13 Prozent. Im Augenblick wächst der Markt in Deutschland kaum, in diesem Jahr weltweit um gut fünf Prozent."
Raue betonte, die Zahl der Besucher allein sei nicht das wichtigste Kriterium für die Messe. "Entscheidend ist die Tatsache, dass die Richtigen an den Stand kommen. Zur CeBIT 2003 waren mehr als 393.000 Fachbesucher ausschlaggebend und mitentscheidend in Investitionsentscheidungen eingebunden."
Die CeBIT könne sich als Messe zwar nicht vom Markt abkoppeln, habe aber schon sechs Wochen vor Beginn die eigenen zurückhaltenden Erwartungen übertroffen. "Wir haben mit gut 300.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche gerechnet, haben jetzt aber schon knapp 320.000 Quadratmeter vertraglich gesichert."
CeBITAussteller
Auch bei der Ausstellerzahl habe sich die CeBIT klar behauptet. "Immerhin verzeichnen wir mehr Aussteller als die sieben ITK-Messen zusammen, die hinter ihr in der internationalen Rangliste stehen", sagte Raue.
Auch die Zahl der Aussteller aus dem Ausland sei höher als die Gesamtausstellerzahl der anderen Veranstaltungen. Vor allem aus Asien sei die Beteiligung gut. "Große Anbieter wie Panasonic, Samsung und Sanyo haben im Vergleich zum Vorjahr ihre Standfläche vergrößert."
Einen Trend zu Hausmessen gebe es immer wieder. "In Phasen wollen Aussteller nicht mehr auf der CeBIT sein und angeblich näher zum Kunden gehen", sagte Raue. Je mehr Unternehmen sich dazu entschließen würden, umso weniger funktioniere das jedoch.
"Die Besucher kommen dann nicht mehr, weil niemand beliebig oft auf Messen reisen kann", sagte Raue. "Viele sind dann wieder zur CeBIT zurückgekehrt, um hier an einem Punkt möglichst viele Leute auf einmal zu treffen."
