06.02.2004

PANIK

Valentinstag lässt Angst vor Viren steigen

Vor dem Valentinstag am 14. Februar hat die US-Softwarefirma Sendmail vor einer Flut unerwünschter E-Mails [Spam] gewarnt.

Weltweit könnten E-Mail-Systeme mit Liebesbotschaften überschwemmt werden, so Sendmail in einer Mitteilung.

Zur Begründung hieß es, Spammer verwenden gerne aktuelle Themen wie den Valentinstag, um Anti-Spam-Filter zu überlisten.

Die Firma forderte Unternehmen auf, Mitarbeiter über die Gefahr aufzuklären. Das Risiko einer Verbreitung von Computerviren und -würmern sei derzeit groß, weil in der Hoffnung auf Liebesbotschaften E-Mails blindlings geöffnet würden.

"Reine Spekulation"

Keine Gefahr für derartige Szenarien sieht hingegen ISPA-Generalsekretär Kurt Einzinger. Seiner Meinung nach sind diese Warnungen .

Viren und Spam gebe es an anderen Tagen genauso oft wie am Valentinstag. "Einen vorsichtigen Umgang mit unsicheren Mails muss man immer haben", erklärte Einzinger.

Hinzu komme, dass die gefährlichen Viren mit Betreffzeilen in englischer Sprache kommen und das schon stutzig machen sollte. Betreffs wie "Du bist ein Raubkopierer", wie sie zuletzt im Umlauf waren, seien eher selten.

Einzinger glaube, dass die Anzahl der Grußbotschaften zum Valentinstag abgenommen haben. "Es hat sich mehr auf SMS verlagert", so Einzinger.