Lego wird 75 Jahre alt

analog
09.08.2007

Computerspiel-Krise überlebt

Mit Festen für weltweit 5.000 Beschäftigte begeht der dänische Spielwarenkonzern Lego am Freitag den 75. Jahrestag der Firmengründung. Der Tischlermeister Ole Kirk Christiansen hatte das Unternehmen am 10. August 1932 in seiner Werkstatt in Billund in Jütland gestartet. In der Kleinstadt ist auch heute noch die Zentrale angesiedelt.

Den Namen Lego setzte Christiansen 1934 aus der dänischen Aufforderung "leg godt" [spiel gut] zusammen. Er begann nach der anfänglichen Produktion von Holzspielzeug 1949 mit der Herstellung der Plastikbauklötze.

Die Computerspiel-Krise

Das nach wie vor von der Familie Kirk Christiansen betriebene Unternehmen geriet nach seinem beispiellosen Siegeszug über ein halbes Jahrhundert Ende der neunziger Jahre in eine schwere Krise, weil immer mehr Kinder mit Computern statt mit Bauklötzen spielten.

1998 konterte der Konzern mit der Markteinführung von Lego Mindstorms, einem Roboterbausatz, der in Zusammenarbeit mit dem Media Lab des Massachusetts Institute of Technology entwickelt worden war.

Kerngeschäft Klotz

Der Reingewinn 2006 von 1,4 Mrd. Kronen [188 Mio. Euro] bei einem Umsatz von 7,8 Mrd. Kronen wurde von Konzernchef Jörgen Vig Knudstorp erstmals wieder als "äußerst zufriedenstellend" eingestuft.

Vorausgegangen waren die Auslagerung weiter Teile der Produktion von Dänemark sowie der Schweiz nach Osteuropa und die Konzentration auf das Kerngeschäft mit Bauklötzen.

In Deutschland nähert sich der Jahresumsatz mit Computerspielen bereits der Zwei-Milliarden-Euro-Grenze.

(dpa | APA | futurezone)