Deutsche Telekom: Schwaches Wachstum

Q2/2007
09.08.2007

Inlandsgeschäft bricht ein

Die Deutsche Telekom hat auch im zweiten Quartal den harten Wettbewerb im Inland zu spüren bekommen und ist erneut nur im Ausland gewachsen.

Das Festnetz- und Breitbandgeschäft und die Geschäftskundensparte verzeichneten beim operativen Gewinn deutliche Einbußen. Auch das Mobilfunkgeschäft in Deutschland schrumpfte. Mit seinem operativen Ergebnis übertraf der Konzern aber die Analystenprognose. Konzernchef Rene Obermann bekräftigte die Jahresziele.

608 Millionen Euro Gewinn

Wie die Deutsche Telekom am Donnerstag in Bonn mitteilte, stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] im Konzern um 1,8 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg, getrieben vom ausländischen Mobilfunkgeschäft, um 2,9 Prozent auf 15,58 Milliarden Euro. Unter dem Strich erzielte Europas größter Telekommunikationskonzern einen Überschuss von 608 Millionen Euro nach gut einer Milliarde Euro im Vorjahreszeitraum.

Analysten hatten im Durchschnitt beim bereinigten EBITDA mit einem Rückgang um zwei Prozent auf 4,72 Milliarden Euro und einem Umsatz von 15,6 Milliarden Euro gerechnet. Beim Überschuss hatten die Experten 616 Millionen Euro erwartet.

Festnetz verliert

In Deutschland verlor die Deutsche Telekom vor allem aufgrund der Entwicklung in der Sparte Breitband/Festnetz [T-Com]. T-Com verlor im Inland 9,1 Prozent ihrer Erlöse, was die Deutsche Telekom mit dem Verlust von Anschlüssen, Preisrückgängen sowie geringeren Verbindungsumsätzen erklärte.

Der Verlust von deutschen Kunden mit herkömmlichen Festnetzanschlüssen wurde mit 516.000 im Vergleich zum ersten Quartal [588.000] etwas gebremst. Dagegen kamen 448.000 Breitbandanschlüsse hinzu, davon vermarktete die Deutsche Telekom 373.000 selbst, den Rest über Wiederverkäufer.

T-Mobile verdient weniger

Österreich ist neben Deutschland der einzige Markt, auf dem T-Mobile gegenüber dem Vorjahr weniger Geld pro Nutzer [ARPU] eingenommen hat. In Österreich fiel dieser Wert von 31 auf 30 Euro. Die Zahl der T-Mobile-Kunden inklusive der von tele.ring übernommenen ist bei rund 3,1 Millionen gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben.

(Reuters | APA)