Siemens baut UMTS-Netz in Luxemburg
Der Münchener Technologiekonzern Siemens wird für LuXcommunications in Luxemburg das UMTS-Mobilfunknetz aufbauen.
Damit kann die Sparte Siemens mobile zusammen mit ihrem Partner NEC den 29. Auftrag für ein Mobilfunknetzwerk der dritten Generation [3-G] verbuchen. "Durch diesen neuen 3G/UMTS-Auftrag kann Siemens mobile seine führende Position unter den globalen Ausrüstern weiter stärken", erklärte der Konzern heute in München.
Siemens werde sowohl die gesamte Ausrüstung liefern als auch Installation, Wartung und Ausbau übernehmen. Ein Auftragsvolumen wurde nicht genannt. UMTS ermöglicht schnellen Internetzugang und damit beispielsweise die mobile Übertragung von Videokonferenzen oder Filmen.
Sieben UMTS-Netzwerke von Siemens und NEC
Aktuell sind Siemens zufolge zwölf Netzwerke der dritten
Generation im kommerziellen Betrieb, von denen sieben von den
Münchenern beziehungsweise ihrem japanischen Partner NEC gebaut
wurden.
2004 werden 560 Mio. Handys verkauftMobilfunk-Netzwerk-Geschäft hat gelitten
Das Mobilfunk-Netzwerk-Geschäft hatte in den vergangen Jahren massiv unter der Investitionszurückhaltung der Telekommunikationskonzerne gelitten. Siemens-Chef Heinrich von Pierer hatte aber zuletzt von einem Anziehen des Marktes berichtet.
Die Netzwerksparte des Münchener Konzerns will wegen des hohen Wettbewerbsdrucks dennoch 500 bis 600 Stellen streichen.
Betroffen ist nach Worten des Sprechers die Herstellung von Standard-Zugangsgeräten für breitbandige Kommunikationsverbindungen, so genannte DSL-Modems. "Diese lassen sich dort nicht mehr zu einem auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähigen Preis produzieren", sagte er und fügte hinzu, Siemens ICN erwäge eine Verlagerung der Produktion nach China.
Der Netzwerk-Bereich, der erst vor kurzem wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt ist, hatte in der Vergangenheit im Zuge der Branchenkrise rund 20.000 Stellen gestrichen. Derzeit hat Siemens ICN noch rund 33.000 Beschäftigte.
