05.02.2004

BILANZ

Weniger Umsatz bei Vivendi Universal

Der Medienkonzern Vivendi Universal hat im Schlussquartal 2003 in Folge des Verkaufs von Geschäftsbereichen mehr als die Hälfte seines Umsatzes eingebüßt.

Der Umsatz sei im vierten Quartal auf 7,215 Milliarden Euro von 15,969 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Im Vorjahr waren noch die Umsätze etwa von Veolia Environment enthalten, das Vivendi aber mittlerweile verkauft hat.

Das Wachstum im Telekom-Bereich konnte den Umsatzrückgang in Folge der Trennung von Geschäftsbereichen nicht ausgleichen. Gewinnzahlen für das vergangene Jahr nannte das französisch-amerikanische Unternehmen nicht, bekräftige aber seine Ziele für das operative Ergebnis für 2003. Netto kündigte Vivendi im Gesamtjahr die Rückkehr in die Gewinnzone an.

Downloads bedrängen Musiksparte

Universal Music, wo Pop-Stars wie Eminem, U2 und Sheryl Crow unter Vertrag sind, verzeichnete einen Umsatzrückgang von 19 Prozent auf 1,691 Milliarden Euro. Grund sei der gestiegene Wettbewerb durch kostenfreies Herunterladen von Musik aus dem Internet.

Bei Canal Plus gingen die Erlöse um 26 Prozent zurück, in der Unterhaltungssparte um vier Prozent auf 1,755 Milliarden Euro. Diese wird derzeit an den US-Sender NBC verkauft, der zum Mischkonzern General Electric gehört. Bei SFR schaffte Vivendi ein Umsatzplus von elf Prozent auf 2,021 Milliarden Euro.

Vivendi-Aktien verloren im frühen Geschäft in Paris 0,6 Prozent auf 20,40 Euro.