Swisscom mit Wachstumsschub

Q2/2007
08.08.2007

Fastweb-Kauf und Vodafone-Beteiligung

Der milliardenschwere Kauf des italienischen Festnetzkonzerns Fastweb und der Rückkauf einer Minderheitsbeteiligung von Vodafone haben der Swisscom im ersten Halbjahr 2007 den erhofften Wachstumsschub gebracht.

Der Reingewinn zog nach Unternehmensangaben von Mittwoch im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 936 Mio. CHF [569 Mio. Euro] an, während Analysten mit lediglich 916 Mio. CHF gerechnet hatten. Der Umsatz habe um sieben Prozent auf rund 5,1 Mrd. CHF zugelegt. Der Betriebsgewinn [EBITDA] stieg um 13 Prozent auf über zwei Mrd. CHF.

Vodafone-Rückkauf

Der Anstieg des Reingewinns sei auf den Rückkauf eines 25-Prozent-Pakets von Vodafone an der Mobilfunksparte zurückzuführen, womit die Gewinnausschüttungen an die Briten wegfallen.

Umsatz und EBITDA konnten dank der erstmaligen Konsolidierung von Fastweb ab 22. Mai und des Wegfalls von Sondereffekten zulegen. Der Mailänder Konzern, für den die Schweizer 5,1 Mrd. CHF bezahlt hatten, habe 281 Mio. CHF Umsatz und ein EBITDA von 79 Mio. CHF zum Halbjahresergebnis beigesteuert.

Jahresprognose angehoben

Die Prognose für das Gesamtjahr wird aufgrund des Fastweb-Kaufs angehoben. Neu werden ein EBITDA zwischen 4,4 und 4,5 Mrd. CHF und ein Umsatz von 11,2 bis 11,3 Mrd. CHF erwartet. Die italienische Gesellschaft trage zum Jahresergebnis 1,8 Mrd. CHF Umsatz und rund 0,6 Mrd. CHF EBITDA bei.

Bisher waren 9,7 Mrd. CHF Umsatz und 3,9 Mrd. CHF EBITDA für das Gesamtjahr in Aussicht gestellt worden. Zudem wolle Swisscom sich am 31. August von der New Yorker Börse zurückziehen.

(APA | Reuters)