"Mydoom.B" macht sich rar
Die Version B des "Mydoom"-Wurms macht sich in Österreich weitgehend rar: Nur 16 Exemplare sind bei den Scans der Anti-Virenfirma Ikarus Software bisher aufgetaucht.
Von der A-Version werden pro Tag allein bei Ikarus bis zu 400.000 Exemplare registriert.
Der Grund für die glücklicherweise schwache Performance des Wurms sei ein "Fehler in der Replikationsroutine", wodurch sich die Software nur "unter optimalen Bedingungen" vervielfältigen könne, meint Ikarus-Geschäftsführer Josef Pichlmayr.
Über Mails hat sich der zweite "Mydoom"-Wurm bisher offenbar kaum verbreitet: Bei der von Ikarus gescannten elektronischen Post für Provider und Firmen ist kein einziges Exemplar entdeckt worden, sagte Pichlmayr. Aufgetaucht sei der Wurm ausschließlich im KaZaA-Netzwerk.
Wurm-Attacke gegen Microsoft verpufftZiele unklar
Bei Einzelanwendern in Östrreich hat "Mydoom.B" soweit bekannt noch keine Probleme verursacht. Pichlmayr rät jedoch eindringlich, die heimischen Rechner zu untersuchen:
"Mydoom" öffne Ports am PC, wodurch ein Zugriff von außen möglich sei. Sollten auf den Wurm "nachgeordnete Attacken", die dies ausnutzen, folgen, wäre diesen Tür und Tor geöffnet.
Bisher gebe es jedoch noch keine Hinweise, welche Ziele "Mydoom" A und B neben den Angriffen auf SCO und Microsoft verfolgen, betonte Pichlmayr. Die infizierten Rechner könnten jedoch unter anderem für die Verbreitung von Spam-Mails oder für weitere Attacken genutzt werden. Auch das Ausspionieren von Daten wäre möglich.
