Ex-Ericsson-Chefs unter Mogelverdacht
Drei ehemalige Chefs des schwedischen Telekom-Konzerns Ericsson stehen unter Verdacht, Steuerermittlungen behindert zu haben. Das berichtete die Tageszeitung "Dagens Nyheter" unter Berufung auf Informationen aus Kreisen der Ermittler im derzeit gegen das Unternehmen laufenden Prüfungsverfahrens der Steuerbehörden.
Bei den Verdächtigen handelt es sich um die beiden ehemaligen Konzernchefs Sven-Christer Nilsson und Kurt Hellström sowie den früheren Vize-Geschäftsführer Carl Wilhelm Ros.
Weder die drei genannten Ex-Chefs bei Ericsson noch die Steuerbehörden haben sich bisher zu dem Bericht der Zeitung geäußert.
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Alle drei übten ihre Funktionen während des Untersuchungszeitraums 1998 bis 1999 aus. Gegenstand des Prüfungsverfahrens ist der Verbleib von rund drei Mrd. Kronen [327 Mio. Euro], die an Handelsagenten vor allem in Mittel- und Osteuropa - angeblich schwarz - ausbezahlt wurden. Zumindest ein Teil der Summe tauchte auf Schweizer Konten auf.
Der Verdacht gegen die drei ehemaligen Führungspersönlichkeiten bezieht sich aber ausdrücklich nicht auf Bestechung sondern auf "Erschwerung der Steuerkontrolle".
