Halbe Milliarde Euro Beihilfe für AMD
Die EU-Kommission hat staatliche Beihilfen von über einer halben Milliarde Euro für den Bau einer zweiten Chipfabrik des US-Halbleiterkonzerns Advanced Micro Devices [AMD] in Dresden gebilligt.
Damit fließen die Beihilfen in der von Deutschland beantragten Höhe, entschied die Kommission am Dienstag in Brüssel. Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten anderer Hersteller seien nicht zu befürchten.
Die gesamten Investitionen betragen nach Brüsseler Angaben rund 2,4 Milliarden Euro. Die genehmigten staatlichen Beihilfen machten knapp 23 Prozent davon aus, also 544 Millionen Euro.
Mehr als tausend Arbeitsplätze
Die Kommission sieht die Aussichten für die Halbleiterbranche als
positiv an. Das Werk soll nach früheren Unternehmensangaben bis 2006
die Produktion aufnehmen. Es entstehen laut Kommission 1035
Arbeitsplätze. In der Region werden zusätzlich indirekt 1170 Stellen
geschaffen.
Neue Mobile-Chips von Intel und AMD1996 entstand in Dresden die erste AMD-Chipfabrik als bislang einzige Fertigungsstätte des Konzerns außerhalb der USA. AMD ist Hauptkonkurrent des Computerchip-Branchenführers Intel.
