EU soll für BenQ-Pleite zahlen
Deutschland beantragt Unterstützung
Deutschland hat laut einem Zeitungsbericht zum ersten Mal Gelder aus dem EU-Globalisierungsfonds beantragt. Der Fonds zur Wiedereingliederung von durch Globalisierungsfolgen arbeitslos gewordenen Menschen solle Mitarbeiter des in die Insolvenz gegangenen Handy-Herstellers BenQ unterstützen, berichtete das "Handelsblatt" am Montag.
3.000 Arbeitslose mehr
Einen entsprechenden Antrag habe der deutsche Bundesarbeitsminister Franz Müntefering [SPD] in Brüssel gestellt. Das gehe aus einer Stellungnahme von Münteferings Staatssekretär Kajo Wasserhövel an den Bundestag hervor. Um welche Summe es sich handelt, habe das Ministerium nicht mitgeteilt.
Ende des vergangenen Jahres waren mehr als 3.000 Menschen durch die Pleite des Mobilfunkherstellers, der kurz zuvor von Siemens an das taiwanische Unternehmen BenQ verkauft worden war, arbeitslos geworden. Die Staats- und Regierungschefs hatten beim EU-Gipfel im Dezember 2005 grünes Licht für den Fonds gegeben, der mit jährlich bis zu 500 Millionen Euro ausgestattet ist.
(AFP)
