02.02.2004

16:9 FUZO TEST

Breitbild im Patschenkino

Der Trend zum Kinoerlebnis in den eigenen vier Wänden wird zunehmend zum Massenmarkt.

Denn Filmfans ersetzen die Röhren-Glotze im Wohnzimmer immer öfter durch Flachbildschirme oder großflächige Projektoren.

Die futureZone hat nun zwei Breitbild-Projektoren im Preissegment von knapp unter 2.000 Euro getestet.

Beide LCD-Projektoren, der Sanyo PLV-Z2 und der Panasonic PT-AE500, können mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel im 16:9-Maßstab auch HDTV-Inhalte [720p] wiedergeben und sind somit für den Heimkinobetrieb optimiert.

Sowohl der Z2, als auch der PT-AE500 bieten dabei hervorragende Bildqualität mit leuchtenden Farben.

Variable Montagemöglichkeiten

Im Unterschied zum Panasonic-Videoprojektor verfügt der Z2 über eine praktische Lens-Shift-Funktion, die eine horizontale wie vertikale Bildverschiebung ohne Trapezkorrektur ermöglicht.

Das Gerät kann dadurch nahezu überall aufgestellt werden, vom Bücherregal [Lüfter befindet sich seitlich] bis zur Deckenmontage ist alles möglich.

Einzig die manuelle Steuerung des Lens-Shifts könnte exakter sein, die beiden Rädchen an der Frontseite des Z2 sind derzeit recht schwammig zu bedienen.

Das Sanyo-Gerät kommt mit einer teilweise beleuchteten Fernbedienung und einem äußerst üppigen Menü, das zwar umfangreiche individuelle Einstellungsmöglichkeiten bietet, jedoch Einsteiger auch leicht überfordern kann.

An Anschlüssen verfügt der Z2 über S-Video, YUV-Komponenteneingang, Kompositeingang und eine DVI-Buchse, die über einen [nicht mitgelieferten] Adapter auf Analog-VGA erweiterbar ist.

Protzt mit Anschlüssen

Beim PT-AE500 kommt die "Smooth Screen"-Technik von Panasonic zum Einsatz, die dafür sorgt, dass die Pixelstruktur des LCD-Panels nicht mehr zu sehen ist. Das Bild wirkt dadurch sehr glatt und flüssig, ohne dabei an Schärfe zu verlieren.

Während beim Z2 aus der Nähe noch einzelne Pixel auszumachen sind, ist beim Panasonic-Bild dank "Smooth Screen" kein Bildpunkt-Raster mehr sichtbar.

Die Fernbedienung ist zur Gänze beleuchtet und die Menüführung sehr einfach und leicht verständlich gehalten, bietet allerdings auch nicht ganz so viele Einstellungsmöglichkeiten wie die Sanyo-Konkurrenz.

Ohne verlustbringende Trapezkorrektur eignet sich der Panasonic-Projektor wegen fehlendem Lens-Shift-Komfort nur für die Tischprojektion [Gerät steht vor einem] und die Deckenmontage.

Ein Blick auf die Rückseite zeigt die umfassenden Anschlussmöglichkeiten des PT-AE500. Er verfügt über DVI, Scart , YUV-Komponenteneingang, S-Video, Video-Eingang und Analog-VGA-Eingang.

Das fuzo-Fazit

Beide Videoprojektoren schaffen Bilddiagonalen von bis zu fünf Metern und sind dank HDTV-Auflösung und 16:9-Panel auch für künftige höher auflösende Inhalte, etwa über Digital-TV oder auf einem DVD-Nachfolger, gerüstet.

Während der PLV-Z2 von Sanyo vor allem mit seinen flexiblen Montagemöglichkeiten punktet, liegt die Stärke des PT-AE500 von Panasonic in der pixelfreien Bildglätte.

Der Sanyo PLV-Z2 kostet im Handel etwa 2.000 Euro, der Panasonic PT-AE500 ist schon ab 1.650 Euro zu haben, man muss jedoch längere Lieferzeiten in Kauf nehmen.