Datenbank für US-Einreise unsicher
Die Datenbank, in der die USA Informationen von Einreisenden speichern, weist einem Bericht zufolge erhebliche Sicherheitslücken auf: Zu viele Leute haben darauf Zugriff und könnten Daten sogar ungehindert ändern.
Das für das Einreiseprogramm US-VISIT verwendete Computersystem zeige "gravierende Schwächen im Bereich der Kontrolle der Informationssicherheit", heißt es in einem am Freitag in Washington veröffentlichten Bericht des Untersuchungsgremiums GAO [Government Accountability Office].
Die gespeicherten Angaben über die Reisenden könnten "weiterverbreitet, verändert, missbraucht oder zerstört werden". Die Urheber dieser Missbräuche könnten dabei nicht einmal identifiziert werden.
Vorwurf der Schlamperei
Der Bericht des GAO wirft dem US-Heimatschutzministerium vor, nicht präzise und restriktiv genug festgelegt zu haben, wer Zugang zu den Daten bekommen solle.
Somit könnten Eindringlinge und Regierungsmitarbeiter vertrauliche Daten einsehen und sie sogar manipulieren.
Sollte die Sicherheit der Datenbank nicht verbessert werden, gebe es "wenig Garantie dafür, dass das Programm US-VISIT sein Ziel erreicht, die Sicherheit der US-Bürger und der Besucher zu verbessern", schlussfolgert der Bericht.
US-VISIT war als Konsequenz aus den Terroranschlägen vom 11. September 2001 eingeführt worden. Das Programm speichert die Identität, das Foto und die digitalen Fingerabdrücke von 14- bis 79-jährigen Ausländern, die in die USA reisen.
(APA | AFP)
