Section-Control in allen Autobahntunneln
Ungestraftes Rasen soll es in österreichischen Autobahn- und Schnellstraßentunneln künftig nicht mehr geben:
Auch in zweiröhrigen Tunneln ohne Gegenverkehr werde die Section-Control eingeführt, welche die Geschwindigkeit aller Fahrzeug misst, kündigte der Chef der für den Autobahnbau zuständigen Finanzierungsgesellschaft ASFINAG, Walter Hecke, am Donnerstag im ORF-Wirtschaftsmagazin "Eco" an.
Es sei nämlich ein wesentlicher Beitrag zur Verkehrssicherheit, "dass in Tunneln Geschwindigkeitsbegrenzungen einfach nicht zu umgehen sind", betonte Hecke.
AsfinagLückenlose Kontrolle
Die Section-Control ist seit Sommer des Vorjahres im Kaisermühlentunnel auf der Donauautobahn [A22] in Betrieb und soll ab April auch auf den etwa acht Kilometer langen und besonders gefährlichen Wechselabschnitt auf der Südautobahn [A2] Richtung Wien ausgeweitet werden.
Anders als bisherige Messverfahren erfasst die Section-Control die Geschwindigkeit aller Fahrzeuge zu jeder Zeit. Dazu werden Digitalkameras an zwei Messstellen eingesetzt.
An beiden Punkten - bei Tunneln das Einfahrts- und Ausfahrtsportal - werden die Kennzeichen der Autos mit exakter Uhrzeit fotografiert. Liegt die errechnete Zeitdifferenz unter einem vorgegebenen Wert, war der Lenker zu schnell unterwegs - die Daten werden an die Polizei übermittelt.
