Poker um MobilTel geht weiter
Die Eigentümer des bulgarischen Mobilfunkbetreibers MobilTel, der österreichischen Investoren um den Industriellen Josef Taus gehört, stünden nach wie vor in Verhandlungen mit einem Finanzinvestor über den Verkauf eines Minderheitsanteils der MobilTel, erfuhr die APA am Donnerstag aus Eigentümerkreisen.
Medienberichte hatten in den vergangenen Tagen wieder die Telekom Austria [TA] als möglichen Käufer ins Spiel gebracht.
Die Verhandlungen mit dem Finanzinvestor seien weiter im Laufen und könnten bis Ende März 2004 zu einem Ergebnis führen, hieß es weiter.
Der "Kurier" hatte vor kurzem unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, die Gespräche der MobilTel mit Finanzinvestoren würden derzeit zwar noch laufen, aber "nicht mehr besonders ernsthaft". Die TA verhandle hingegen "wieder heftig" über einen MobilTel-Kauf.
TA verhandelt wieder um MobilTelTA "überlegt" weiter
Die Ta hatte zuletzt ihr grundsätzliches Interesse an der MobilTel weiter bestätigt. "Wir haben prinzipiell nach wie vor Interesse an der MobilTel", hieß es aus der TA-Pressestelle auf Anfrage dazu.
Peter Michaelis, Vorstand der Staatsholding ÖIAG, die 47,2 Prozent an der TA hält, hatte am Mittwoch in der ZiB1 bestätigt, dass über eine MobilTel-Übernahme durch die TA derzeit "Überlegungen angestellt" würden.
Die TA hatte bereits Anfang Oktober für die Mehrheit der MobilTel ein Angebot gelegt, die Gespräche über einen Einstieg dann aber im Spätherbst abgebrochen, weil die MobilTel-Eigentümer nach TA-Informationen angeblich nur eine Minderheitsbeteiligung verkaufen wollten.
Mitte Dezember hatte der Generaldirektor des MobilTel-Aktionärs BAWAG/P.S.K., Johann Zwettler, aber erklärt, von einem Verkauf zwischen 51 und 100 Prozent der MobilTel-Aktien innerhalb des ersten Halbjahres 2004 auszugehen.
