Mobilkom wettert gegen 0676-Umstieg

Rathaus wien
02.08.2007

Der Wechsel der Stadt Wien von A1 zu T-Mobile beschäftigt den Verfassungsgerichtshof. Die mobilkom vermutet einen Preisnachlass.

Die mobilkom austria hat eine Prüfung der Auftragsvergabe beantragt, berichtet "Die Presse" am Donnerstag. Geprüft wird demnach, ob bei der Vergabe "etwas nicht in Ordnung gewesen ist".

Nähere Informationen wollte die VfGH-Sprecherin jedoch nicht erteilen. Eine Entscheidung könnte noch in diesem Jahr fallen. Laut "Presse" gab es auch vonseiten der mobilkom keine Auskunft - mit Verweis auf das laufende Verfahren.

Vorwurf der Preisunterbietung

Kolportiert wird, dass der Hauptvorwurf der mobilkom darin besteht, dass T-Mobile "unterpreisig" angeboten habe.

Darauf angesprochen meinte T-Mobile Anfang dieser Woche gegenüber ORF.at, dass das beste Angebot mit dem besten Service gewonnen habe. Die zuständige Magistratsabteilung widerspricht dem Vorwurf der "Unterpreisigkeit" ebenfalls.

Einblicke des scheidenden One-Chefs

Der scheidende One-Chef Jorgen Bang-Jensen meinte bei seiner letzten Bilanzpressekonferenz, dass One sich um solche Ausschreibungen erst gar nicht bemühe, weil es überlicherweise ohnedies "nur politische Entscheidungen" wie beim M-Parking mit der mobilkom austria gebe.

Er bezweifelte zudem, dass T-Mobile mit seinem Auftrag Geld verdienen könnte, weil sie nur durch einen niedrigen Preis gewonnen hätten.

Die mobilkom bekämpfte die Neuvergabe auch beim unabhängigen Vergabekontrollsenat. Der Senat hat dem Unternehmen jedoch bereits im Februar eine Abfuhr erteilt.

Ab 10. September 2007 sind 7.400 Rathaus-Mitarbeiter bei T-Mobile Austria unter Vertrag. Die Stadt begründete den Wechsel mit geringeren Kosten. Man erspare sich damit über den Zeitraum von vier Jahren rund vier Mio. Euro, hieß es.

(futurezone | APA)