Werbung soll MS Works finanzieren

Neue Wege
02.08.2007

Statt die abgespeckte Office-Version zu verkaufen, will Microsoft sie künftig auch über "High Quality"-Werbung finanzieren und gratis anbieten.

Im Kampf gegen Googles kostenlose Office-Angebote im Netz will Microsoft seine Software nun ebenfalls über Werbung finanzieren, allerdings vorerst in einem Testlauf mit Computerherstellern und lokal installiert.

Dazu wird MS Works samt Werbung [im Cache] auf PCs gleich mit dem Betriebssystem vorinstalliert. Sobald der Nutzer online geht, soll neue bzw. aktuelle Werbung nachgeladen werden, erklärte Melissa Stern aus der Office Group in den USA.

Start in den kommenden Monaten

Eines der Ziele der Testphase sei herauszufinden, ob werbefinanzierte Software überhaupt Marktpotenzial habe, so Stern.

Laut Herbert Koczera, Produkt-Pressesprecher bei Microsoft Österreich, soll mit dem Programm auch den OEM damit ermöglicht werden, dem Kostendruck zu begegnen. Anders ausgedrückt: Ums gleiche Geld sollen die OEMs auf ihren Rechner mehr Software anbieten und damit mehr Kunden anlocken können.

Testmärkte USA, UK, Kanada und Frankreich

Ein erstes Rollout von Works SE 9, so der Name der werbefinanzierten Works-Ausgabe, soll in den nächsten Monaten erfolgen.

Welche PC-Hersteller beim ersten Test mitmachen sollen, konnte Koczera nicht sagen, als Testmärkte seien aber bereits die USA, Großbritannien, Kanada und Frankreich ausgemacht.

Die Werbung selbst soll "High Quality" sein und den Nutzer möglichst wenig im Arbeitsfluss stören. Wer nach einiger Zeit draufkommt, dass er keine Werbung will, soll auch auf die werbefreie Ausgabe, gegen Bezahlung, aufrüsten können.

Erst vor kurzem hat Microsoft eine eigene Forschungseinrichtung für die Entwicklung von Such- und Werbetechnologien gegründet.

(futurezone | Reuters)