Widerstand gegen Dow-Jones-Übernahme
Ein Mitglied der US-Medienaufsichtsbehörde FCC fordert die sorgfältige Prüfung der geplanten Fusion von Dow Jones und News Corp.
Die FCC solle prüfen, ob der Zusammenschluss der beiden Unternehmen mit den Regeln der Telekommunikationsaufsicht vereinbar sei, sagte Michael Copps.
Das Geschäft würde vor allem in New York zu einer geringeren Meinungsvielfalt führen, sagte er. Das Kommissionsmitglied gilt als scharfer Gegner der Konsolidierung in der Medienbranche.
Rupert Murdochs Konzern News Corporation und die "Wall Street Journal"-Mutter Dow Jones hatten am Mittwoch ihre geplante Fusion gekanntgegeben.
Ein fünfköpfiges Gremium, in dem auch Nicholas Negroponte sitzen soll, soll nach der Übernahme die redaktionelle Unabhängigkeit des "Wall Street Journal" überwachen.
Medienkonzentration bei News Corp.
Die Transaktion habe einen Wert von 5,6 Mrd. Dollar [4,1 Mrd. Euro] und solle im vierten Quartal des Kalenderjahres abgeschlossen werden.
Murdoch würde mit dem Kauf zu einem wichtigen Akteur auf dem Markt für Finanznachrichten aufsteigen. Zur News Corporation gehören bereits Zeitungen wie die britische "Times" und die "Sun", Fernsehstationen, Filmstudios und Internet-Angebote wie die Social-Networking-Site MySpace.
(APA | Reuters)
