28.01.2004

VERGLEICH

Österreich im E-Learning Durchschnitt

Im Bereich E-Learning liegt Österreich im Vergleich von 60 Staaten laut einer aktuellen Studie mit 7,49 von zehn erreichbaren Punkten auf dem für ein Industrieland eher enttäuschenden 15. Platz.

In einem jüngsten Ranking der Economist Intelligence Unit [EIU], der Forschungsabteilung des britischen Magazins "The Economist", ist Schweden mit 8,42 Punkten an erster Stelle, gefolgt von Kanada [8,40] und den USA [8,37].

Dahinter folgen Finnland, Südkorea, Singapur, Dänemark, Großbritannien, Norwegen, die Schweiz, Australien, Irland, die Niederlande und schließlich Frankreich auf Platz 14.

Die hohe Mobilfunk- und Breitbanddichte verhalfen dabei den skandinavischen Ländern zu der guten Platzierung. Kanada und die USA weisen laut Studie eine hohe Internet-Durchdringung und eine Tradition an lebenslangem Lernen und offenem Bildungszugang auf. Online-Universitätskurse sind hier laut Studie am weitesten entwickelt.

Technik-Affinität und Wettbewerb

Südkoreas gute Platzierung sei deshalb erwähnenswert, weil dort im Geschäftsbereich nicht Englisch gesprochen werde, Englisch aber das Internet sowie E-Learning-Inhalte oftmals dominiere.

Bei den osteuropäischen Ländern sind Tschechien und Ungarn am weitesten vorne, dort seien kürzlich Breitband-Internet eingeführt, Internet-Preise reduziert und öffentliche Institutionen ans Internet angeschlossen worden, so die Studie.

Ländern mit einer hohen Fähigkeit für "E-Learning" sind laut Studie eine hohe IT-Ausstattung, starke Bildungssysteme, freie wettbewerbsintensive Märkte und ein technologieaffines Umfeld gemein.

Viele dieser Faktoren würden mit der wirtschaftlichen Entwicklung einhergehen, daher sei es nicht verwunderlich, dass die bestgereihten Ländern vorwiegend reiche Länder seien, so die Studie weiter.