Britische Armee testet Kampfroboter

terminator.uk
31.07.2007

Die britische Armee hat einen Wettbewerb für autonome Roboter zum Einsatz in Kriegsgebieten ausgeschrieben.

Laut einem Bericht der BBC hat das britische Verteidigungsministerium am Dienstag auf eine Ausschreibung hin 14 Konstrukteursteams zu einem Wettbewerb eingeladen, die autonome Roboter zum Einsatz in Kriegsgebieten konstruiert haben.

Fliegende Roboter interessieren die Militärs dabei besonders. Unter den Finalisten befinden sich zahlreiche Aufklärungsdrohnen und ein Schwarm von Miniaturhelikoptern. Die Maschinen sollen den Militärs dabei helfen, das Kampfgebiet besser überwachen und Bedrohungen schneller identifizieren zu können.

Die verschiedenen Projekte werden sich im August im Armee-Trainingszentrum Copehill Down in der Grafschaft Wiltshire verschiedenen Herausforderungen stellen müssen. Das Trainingszentrum ist zu Zeiten des Kalten Kriegs noch stilecht einem ostdeutschen Dorf nachempfunden worden.

In den leblosen Kulissen dieser Pseudo-DDR werden die Prüfer der Armee die Ziele platzieren, die es zu identifizieren gilt: ferngezündete Bomben, Scharfschützen, feindliche Allradfahrzeuge und zahlreiche "paramilitärisch gekleidete bewaffnete Kombattanten", wie die BBC Preisrichter Mike Martin von der britischen Armee zitiert.

Aufklärung im Häuserkampf

Die Roboter sollen sich vor allem im Häuserkampf bewähren. Die von der Firma Swarm Systems konstruierte Staffel tellergroßer und von jeweils vier Propellern angetriebener Überwachungsroboter ist daraufhin optimiert, schnell Gebäude auszukundschaften.

Das Siegerteam des Wettbewerbs wird mit staatlichen Fördermitteln ausgestattet und bekommt den R.-J.-Mitchell-Preis, der nach dem Konstrukteur des berühmten Spitfire-Jägers aus dem Zweiten Weltkrieg benannt wurde.

Ferngezündete "Roadside Bombs" fügen den Koalitionstruppen im Irak regelmäßig hohe Verluste zu. Autonome Aufklärungsroboter könnten dabei helfen, diese Bomben aufzuspüren.

(BBC | futurezone)