Indie-Labels gegen Sony-BMG-Merger
Die unabhängigen Plattenfirmen Europas haben die EU-Kommission aufgerufen, die geplante Fusion von Sony Music und der Bertelsmann Music Group abzulehnen.
"Wenn diese beiden Musikriesen zusammengehen, gehen Tausende Jobs verloren, und viele Musiker verlieren ihre Verträge", sagte der Chef des Verbandes der Independent Labels [Impala], Michel Lambot, auf der Musikmesse Midem in Cannes.
Die EU-Kommission muss nun in rund zwei Wochen entscheiden, wie sie mit dem Fusionsantrag der beiden Majors umgeht.
Impala vertritt die Interessen von etwa 2.000 Plattenfirmen und nationalen Verbänden.
Sony und Bertelsmann melden Fusion anIndies befürchten Preisdiktat der Majors
Impala kritisierte, bei einer weiteren Konzentration in der Branche würde der Marktzugang für kleinere Firmen, die häufig Musiktalente entdecken, fördern und zu Stars machen, weiter beschränkt.
"Wenn dann zwei große Unternehmen [Universal und Sony/BMG] mehr als 50 Prozent des Marktes beherrschen, können sie leichter Preise diktieren und Händlern ihre Konditionen aufzwingen", sagte Lambot.
Platten anderer Anbieter hätten dann kaum noch eine Chance, in die Läden und somit an die Musikfans zu kommen. Auch der Zugang zu Radiostationen und Fernsehsendern würde schwieriger.
Auch Universal Music und EMI mit Einspruch
Auch die beiden Konkurrenten Universal Music und EMI wollten
Einspruch gegen die Fusion einlegen, weil das entstehende
Unternehmen mit den Mutterkonzernen im Rücken eine zu große
Marktmacht ausüben könne.
Sony-BMG-Merger droht harte Prüfung
