Frankreich will Tauschbörsen-User klagen
Nach dem ersten Umsatzrückgang in der jüngeren Geschichte hat nun auch die französische Musikindustrie Klagen gegen Tauschbörsenuser angekündigt.
Der Umsatz des weltweit viertgrößten Musikmarkts sei 2003 um 14,6 Prozent auf unter 2,1 Milliarden Euro gefallen, so der Vorsitzende der französischen Branchenorganisation SNEP, Herve Rony. Verantwortlich dafür macht Rony die Tauschbörsen, aber auch das Kopieren von CDs.
Es sei das erste Jahr, dass Frankreich sich der Internet-Krise stellen müsse, so Rony. Als Mitverursacher führte Rony zudem den Anstieg der Internetzugänge an.
Bis dato stieg der Umsatz im französischen Musikbusiness jährlich, während andernorts die Umsätze in den letzten Jahren konstant gefallen sind.
Provider-Protest gegen Netz-Filter"Stock hervorholen"
Klagen gegen Tauschbörsenuser seien "unvermeidbar", so Rony, zu einem möglichen Zeitpunkt für den Start wollte er keine Angaben machen. Doch der Start von legalen Angeboten würde einen gewissen Zeitdruck schaffen.
"Wenn wir die Konsumenten von illegalen Angeboten wegbringen wollen, müssen wir den Stock hervorholen", so Rony weiter.
Während Rony Schwierigkeiten bei der Durchsetzung der Klagen vor den französischen Gericht befürchtet, hat der französischen Kulturminister Jean-Jacques Aillagon bereits seine Unterstützung signalisiert. Er kündigte zudem härtere Gesetze gegen Online-Piraterie an
