Kuba verschiebt Internet-Kontrollen
Kuba hat die angekündigten Zugangskontrollen der Internet-Nutzung auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die Kunden würden zu gegebener Zeit darüber informiert, wann die neue Bestimmung umgesetzt würde, teilte die staatliche Telekommunikationsgesellschaft ETECSA am Samstag mit.
Die Organisation hatte die Kontrollen an diesem Wochenende aufnehmen wollen.
Kommunikationsminister Ignacio Gonzalez Planas hatte zum Jahreswechsel die Weisung ausgegeben, den Zugang zum Internet zu "regulieren" sowie der "betrügerischen und nicht genehmigten Nutzung dieser Dienste" Einhalt zu gebieten.
Kuba kappt Internet-LeitungenSurf-Verbot droht
Laut einer Ankündigung vom Dezember sollten in dem kommunistischen Karibikstaat künftig nur noch diejenigen das Internet nutzen können, die dazu die Genehmigung von "den Organen der Zentralverwaltung des Staates und den Institutionen des Landes" bekommen.
De facto würde es damit Kubanern, die ihre Telefonrechnung in der Landeswährung Peso bezahlen, fast unmöglich gemacht, das weltweite Informationsnetz zu benutzen.
