Gelockerter Kopierschutz für Musik-CDs
Auf der Suche nach dem perfekten Kopierschutz für Musik-CDs, der sowohl den Ansprüchen der Plattenlabels, als auch der Kunden gerecht wird, wagt Macrovision nun einen neuen Versuch.
Die neue Technik "CDS-300" soll eine gelockerte Variante sein und das Abspielen der CDs am Computer grundsätzlich erlauben. Zudem ist ein flexibles Rechtemanagement integriert, das ein beschränktes Brennen von Privatkopien zulässt.
Damit reagiert Macrovision auf die wachsende Konkurrenz durch Musik-Downloadportale im Internet, bei denen derartige tolerantere Kopierschutzregeln schon lange Standard sind.
Privatkopie
Konsumentenschützer kritisierten immer wieder den Einsatz von
Kopierschutz-Techniken. Durch das Kopierschutz-Umgehungsverbot im
Urheberrecht ist das Ausüben des Rechtes auf die Privatkopie nur
noch mit einfacher Geschwindigkeit über die [digitalen] Aus- und
Eingänge möglich.
Kopierschutz-CDs als "Kunden-Schikane"Bisher kein Brennen erlaubt
Bei der bisher eingesetzten Double-Session-Technologie von Macrovision enthält eine Datenspur Audiodaten, die am Computer nicht abspielbar sind.
Die zweite Session enthält eine für den Rechner lesbare digitale Version des Songs im geschützten Windows-Media-Format, die aber weder gebrannt noch auf portable Musikplayer übertragen werden konnten.
CDS-300 basiert ebenfalls auf dem Digital Rights Management [DRM] von Microsoft, das auch ein individuelles Bestimmen der Nutzungsrechte erlauben kann.
So kann jedes Label nun genau festlegen, wie oft eine CD kopiert oder auf ein poartables Gerät übertragen werden darf.
Derzeit wird der neue Kopierschutz noch in Europa getestet, der kommerzielle Einsatz wird nicht vor Ende des Jahres erwartet.
