IPhone-Zulieferer TPK soll an die Börse
Balda-Großaktionäre fordern Abspaltung
Zwei Großaktionäre des Handyausrüsters Balda fordern nach einem Bericht des "Handelsblatts" eine Aufspaltung des Unternehmens. Der Zeitung liegt nach eigenen Angaben ein Brief des englischen Hedge-Fonds Audley Capital und des US-Investors Guy Wyser-Pratte an den Balda-Vorstand vor.
Darin heißt es, Balda sei wegen seines unklaren Erscheinungsbildes an der Börse extrem unterbewertet. Deshalb solle das Unternehmen seine chinesische Tochterfirma TPK ausgliedern und an die US-Börse NASDAQ oder eine asiatische Börse bringen.
Touchscreens für das iPhone
TPK stellt berührungsempfindliche Bildschirme - so genannte Touchscreens - her. Im Januar war bekannt geworden, dass Balda die Touchscreens für das neue iPhone von Apple liefert.
Nach Auffassung der Hedge-Fonds würden im Börsensegment SDAX, wo Balda notiert ist, die wegweisende Technologie und die Wachstumschancen von TPK kaum wahrgenommen, schreibt die Zeitung.
Balda-Aktie mit starken Verlusten
TPK sei als eigenständiger High-Tech-Konzern an der Börse bis zu 650 Millionen Euro wert. Der Mischkonzern Balda bringe es aktuell insgesamt auf eine Marktkapitalisierung von 426 Millionen Euro. Im Juli hatte die Balda-Aktie rund ein Drittel an Wert verloren.
(dpa)
