Siemens mit Gewinnsprung
Entgegen der Erwartung von Analysten konnte Siemens im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 seinen Gewinn deutlich steigern.
So konnte das operative Ergebnis von 1,097 Mrd. Euro auf 1,361 Mrd. gesteigert werden, der Nettogewinn legte um 39 Prozent auf 726 Mio. Euro zu.
Der Konzernumsatz steigerte sich laut Angaben auf 18,33 Mrd. Euro [Vorjahr: 18,84], großen Anteil daran habe die Medizintechnik.
Besonders zufrieden zeigte sich der Hersteller mit dem Handyabsatz von 15,2 Mio. im abgelaufenen Quartal, der vor allem durch das Weihnachtsgeschäft angekurbelt wurde.
Die größte Ergebnissteigerung habe aber die vor Jahresfrist noch defizitäre Netzwerksparte ICN erreicht. Die beiden Telekommunikationssparten ICN [Netzwerke] und ICM [Mobilfunk] profitierten offenbar vom aufgehellten Branchenklima und erzielten deutliche Verbesserungen beim operativen Ergebnis. ICN schloss das erste Geschäftsquartal mit einem Gewinn von 51 Mio. Euro ab, ICM steigerte den operativen Gewinn auf 123 Mio. Euro. Beide Sparten übertrafen die Schätzungen der Analysten damit deutlich.
Hoffnung für Siemens-ProblemsparteGewinn bringender Infineon-Verkauf
"Wir sind fast an Samsung herangekommen", so Siemens-Chef Heinrich von Pierer. Man habe SonyEricsson auf gebührendem Abstand gehalten.
Ob die aktuelle Nummer drei auf dem Weltmarkt - Samsung - in absehbarer Zeit überholt werden könne, wurde offen gelassen.
Vor allem aus dem Verkauf von Infineon-Aktien im laufenden zweiten Quartal könne Siemens im laufenden Quartal mit einem höheren Gewinn rechnen als bisher bekannt. Der angefallene Buchgewinn samt Steuereffekt liege bei rund 800 Mio. Euro.
Vor gut einer Woche hatte Siemens 150 Mio. Infineon-Aktien verkauft. In Branchenkreisen sprach man von einem Buchgewinn von rund 600 Mio. Euro.
Siemens verkauft Infineon-Aktien
