Nächster Finanzskandal in Italien
Nach dem Skandal um die Insolvenz des italienischen Nahrungsmittelkonzerns Parmalat droht eine weitere Finanzaffäre Italien zu erschüttern. Am Dienstag wurden Ermittlungen gegen den Präsidenten des börsennotierten IT-Unternehmens Finmatica, Pierluigi Crudele, und andere Aufsichtsratsmitglieder des Konzerns aufgenommen.
Gegen Crudele und seine Mitarbeiter ermittelt die Staatsanwaltschaft der lombardischen Stadt Brescia wegen falscher Mitteilungen und Irreführung der Aufsichtsbehörden.
Die Staatsanwälte vermuten außerdem Unregelmäßigkeiten bei einer geplanten Anleihenemission im Wert von 55 Mio. Euro, auf die der Konzern am 7. Jänner plötzlich verzichtet hatte. Die Gesellschaft ist seit Ende 1999 an der Mailänder Börse notiert und ist auf Software-Applikationen für Versicherungen und Banken spezialisiert.
Die Aktien des Konzerns wurden am Dienstag im Mailand vom Handel ausgesetzt. Die Rechtsanwälte des Unternehmens sprachen von einem Komplott gegen die Gesellschaft. "Wir werden alles klären", hieß es in einer Pressemitteilung Finmaticas.
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