Bürgerrechtler kritisieren Google
Private Vorratsdatenspeicherung angeprangert
Die deutsche Bürgerrechtsinitiative Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat am Mittwoch einen offenen Brief an den Medienkonzern Google veröffentlicht, in dem die Organisation die Datenschutzbestimmungen des Suchmaschinen-Marktführers scharf kritisiert.
"Die von Google angekündigte Anonymisierung personenbezogener Daten 'nach 18 bis 24 Monaten' ist vollkommen unzureichend", wird der Jurist Patrick Breyer in der Aussendung des Arbeitskreises zitiert. Er weist auch darauf hin, dass nach europäischem Recht die systematische Vorratsspeicherung personenbeziehbarer Daten verboten ist.
Konkurrenz reagiert
Nachdem Google in den USA und Europa von Seiten verschiedener Bürgerrechtsorganisationen wegen seiner mangelhaften Datenschutzpraktiken unter Druck geraten ist, haben sich die Suchmaschinenbetreiber Ask.com und Microsoft darauf geeinigt, bis zum Dezember einen Vorschlag für eine industrieweite einheitliche Regelung für den Umgang mit Suchmaschinen-Nutzerdaten ausarbeiten zu wollen.
