Neuer Anlauf für Augarten-Datenspeicher
DCV gibt nicht auf: Der Plan für das Hochsicherheitsdatencenter im Wiener Augarten-Flakturm wurde bei der Baupolizei eingereicht.
Das Projekt betreffe ausschließlich die bewilligungsfähigen Innenausbauten im Weltkriegsbau und nicht den umstrittenen Wunsch nach Auf- und Zubauten. "Wir haben das alte Projekt geteilt", sagte DCV-Chef Wolfgang Bleim.
Projekt soll durchgezogen werden
Der Wunsch, weitere Stockwerke auf dem Flakturm zu errichten, bleibe jedoch aufrecht. Ob das statisch noch möglich sei, nachdem der Turm im Vorjahr wegen eines Schuttabrutsches im Inneren saniert wurde, könne man derzeit nicht sagen.
Dazu seien weitere Gutachten nötig, die DCV gegebenenfalls nachreichen will.
Das Projekt soll aber auch dann verwirklicht werden, wenn keinerlei Veränderungen am Äußeren des Baus vorgenommen werden dürfen - dann miete man eben Büros in der Umgebung an, so Bleim.
DCV bemüht sich seit Jahren um ein Datencenter in dem 55 Meter hohen Flakturm - bisher scheiterte man jedoch stets an fehlenden Genehmigungen. Derzeit wird der Flakturm saniert.
Bereitschaft für Auflagen
Man sei auch bereit, die im Auftrag der Burghauptmannschaft durchgeführte Sanierung des Bauwerks zu bezahlen und darüber hinaus 300.000 Euro für den Augarten zur Verfügung zu stellen.
Die Anlieferung der Daten im Turm erfolge dann ausschließlich über unterirdische Kabel, und der Zugang sei nur durch einen Tunnel möglich. Bleim rechnet mit einer Genehmigung bis Jahresende und einem Baubeginn 2008.
"Flächenwidmung bleibt"
Wiens oberste Denkmalschützerin Barbara Neubauer stellt sich nicht gegen ein Projekt im Inneren des Flakturms, das von außen nicht zu sehen ist. "Da wird man von unserer Warte aus nichts dagegen haben können", sagte sie auf APA-Anfrage. Schließlich seien alle Stiegenhäuser des Turms eingebrochen und die Decken nicht mehr tragfähig.
Abwartend zeigt man sich im Büro von Planungsstadtrat Rudolf Schicker. "Die Flächenwidmung bleibt, wie sie ist", stellte ein Sprecher klar. Und diese würde zumindest Zubauten ausschließen.
(APA)
