Mazedonien will Blogs kontrollieren
Neue Gesetze gegen Fremdenfeindlichkeit
Mazedonische Behörden wollen energischer gegen Blogs [Internet-Tagebücher] mit rassistischen bzw. fremdenfeindlichen Kommentaren vorgehen.
Der noch in der Entstehung befindliche Gesetzesentwurf sieht Geldstrafen für das Betreiben von Blogs mit rassistischen Inhalten vor, aber auch die Bildung eines Sonderermittler-Teams zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität ist geplant.
Viele Blogger vertreten jedoch die Ansicht, dass gerade durch ihre persönlichen Ideen Diskussionen angespornt würden, die letztlich für die ganze Gesellschaft von Nutzen sein können. Blog-Betreiber fürchten, dass es zur Einschränkung der Redefreiheit führen könnte.
Laut offiziellen Statistikangaben verwenden etwa 18 Prozent der zwei Millionen Bürger Mazedoniens das Internet regelmäßig.
(APA)
