15.01.2004

KONKURRENZ

Neuer Player im Games-Biz

Das Filmstudio Warner Bros. hat angekündigt, selbst in das gewinnträchtige Game-Geschäft einsteigen zu wollen.

Die neu gegründete Abteilung Warner Bros. Interactive Entertainment [WBIE] soll die bisherigen Lizenzverträge mit anderen Studios und Entwicklern weiterführen. Zugleich soll eine Unterabteilung namens Warner Bros. Games unter dem eigenen Label Spiele produzieren und vertreiben.

Chef von WBIE ist Jason Hall, Mitbegründer und früherer Chef des Spieleentwicklers Monolith.

Monolith hat das Videospiel "Matrix Online" für Warner entwickelt. Hall sieht seine Aufgabe vor allem darin, Warner vor den gleichen Fehlern, die andere Filmstudios bereits gemacht haben, zu bewahren.

Ein- und Aussteiger

In den letzten Jahren gab es für Neueinsteiger eine gemischte Bilanz. Dreamworks hatte eine eigene Spieleabteilung, die schließlich an Marktführer Electronic Arts [EA] verkauft wurde.

Letztes Jahr verkaufte Fox Entertainment seine Spielesparte an Vivendi Universal Games, seinerseits Lizenznehmer der Universal-Filmstudios.

Lizenzspiele von Warner waren zuletzt sehr erfolgreich, darunter "Harry Potter" bei EA und "Enter the Matrix" bei Atari. Gerade Letzteres kam bei Kritikern jedoch weniger gut weg, die bei Lizenzgames oft mangelnde Qualität durch Zeitdruck feststellen. "Ich soll verdammt sein, wenn das unter meiner Wache passiert", kündigte Hall an.