15.01.2004

MOBILFUNK

Siemens-Aufträge aus Spanien und Irak

Beim Wiederaufbau der Infrastruktur im Irak hat der deutsche Siemens-Konzern den Auftrag erhalten, im Norden des Landes ein GSM-Mobilfunknetz aufzubauen.

Der Vertrag mit dem Netzbetreiber Wataniya Telecom in Kuwait sei bereits vor Weihnachten unterschrieben worden, so Siemens-Sprecher Peter Gottal.

Außerdem sei Siemens mit dem US-Generalunternehmer Bechtel "bei zwei Kraftwerken als Zulieferer im Gespräch", sagte Gottal. Für das wiederherzustellende Kraftwerk Daura 5/6 bei Bagdad könnte die amerikanische Tochter Siemens-Westinghouse Dampfturbinen liefern.

In Spanien wird Siemens zusammen mit Ericsson für die zweite Ausbaustufe des UMTS-Netzes des Mobilfunkanbieters Telefonica Moviles zuliefern. Finanzielle Einzelheiten wurden auch hier nicht genannt.

Für die zweite Ausbaustufe des Netzes will Telefonica Moviles bis 2006 eine Milliarde Euro investieren. Derzeit unterhält das Unternehmen in Spanien rund 1.100 UMTS-Basisstationen, die nach den Worten eines Firmensprechers durchwegs von Ericsson installiert wurden. Im Rahmen der zweiten Stufe will Telefonica Moviles die Zahl der Stationen auf 7.000 bis 8.000 ausbauen.

Die Vereinbarung mit Siemens und Ericsson bringe im Vergleich zur ersten Phase eine beträchtliche Kostenersparnis, sagte der Moviles-Sprecher. Er begründete das mit der ausgereifteren und weniger kostspieligen Technologie.