12.01.2004

"URGENT"

Polizei warnt vor neuem "Nigeria"-Spam

Die deutsche Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche nach dem Prinzip der so genannten Nigeria-Briefe.

Derzeit stehen nach Aussage des Hessischen Landeskriminalamtes Offerten hoch im Kurs, bei denen potenziellen Interessenten unter Hinweis auf die Situation in Irak dubiose Geschäftsvorschläge gemacht werden: Für das Freisetzen von Vermögen werden verlockende Provisionen in Aussicht gestellt.

Seit mehr als 15 Jahren verschicken nach LKA-Aussage vorwiegend Nigerianer Briefe, Faxe und E-Mails, in denen um Hilfe bei heiklen Geldtransfers in Millionenhöhe gebeten werde. Die geschilderten Geschichten variieren zwar, jedoch ist nach den polizeilichen Erfahrungen immer von einem betrügerischen Hintergrund auszugehen. Trotz einer Sensibilisierung der Bevölkerung seien auch heute noch Schadenssummen in fünf- und sechsstelliger Höhe keine Seltenheit.

Die Polizei rät, nicht auf derartige Offerten zu reagieren und keinesfalls persönliche Daten wie Bankverbindung oder Adresse zu übermitteln.