Schlüsselwoche für Europas IT-Aktien
Nach den guten Quartalszahlen von Nokia am Donnerstag und der nachfolgenden Börsenrally, die den Aktien der großen Telekom-Ausrüster zweistellige Zuwächse beschert hatte, ist bei europäischen Analysten noch immer Vorsicht statt Euphorie angesagt.
Allgemein herrscht die Ansicht vor, dass die im letzten Jahr wieder stetig gewachsenen IT-Aktien ohnehin bereits relativ hoch bewertet sind, dazu haben die ebenfalls letzte Woche präsentierten Arbeitslosenzahlen nahe gelegt, dass der US-Konjunkturmotor längst noch nicht auf allen Zylindern läuft.
Wie groß der Optimismus für weiteres Wachstum der IT-Werte tatsächlich ist, wird sich in dieser Woche zeigen. Am Mittwoch werden mit Intel der weltgrößte Chip-Hersteller sowie Apple ihre Geschäftszahlen vorlegen.
Kursrally bei Europas IT-Werten
Nokia plus 12,65 Prozent, Alcatel plus 10,4, Ericsson plus 13,85,
Infineon plus 4,34.
Hoffnung auf Ende der StagnationWeitere Daten diese Woche
Vor diesem Hintergrund blicken Börsianer gespannt auf die geplante Rede des US-Notenbankchefs Alan Greenspan im Rahmen einer Veranstaltung der Deutschen Bundesbank am Dienstag. Sie erhoffen sich Aussagen zur Wechselkursentwicklung.
Von den für Donnerstag angekündigten Konjunkturindizes der Federal Reserve Bank von New York und Philadelphia erwarten Börsianer eine Bestätigung des Konjunkturaufschwungs.
Ebenfalls mit Spannung erwartet werden die Bekanntgabe der US-Einzelhandelsumsätze am Donnerstag und der Index des US-Verbrauchervertrauens der Universität von Michigan am Freitag. Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.
Problem ist Euro-Stärke
Derzeit liegt die robuste Entwicklung der Weltkonjunktur noch
über der Euro-Entwicklung, allerdings ist ein Ende der
Dollar-Talfahrt nicht in Sicht. Die anhaltenden Zweifel der Anleger
an der Finanzierbarkeit der US-Defizite bei Leistungsbilanz und
Staatshaushalt setzten den Dollar auch in den kommenden Monaten
unter Verkaufsdruck.
6. Jänner 2001: NASDAQ auf Zweijahreshoch
