Devisenhandel für Online-Währungen
Ob Konsole oder Computer, immer mehr Spieler tragen ihre Wettkämpfe dank wachsender Breitbandverbreitung online aus.
In den verschiedenen Online-Games kontrollieren die Spieler Charaktere, die sich nach und nach Fertigkeiten aneignen und Besitz erwerben, mit denen nicht nur ein reger Tauschhandel im Spiel herrscht, sondern die auch für echtes Geld bei Online-Auktionshäusern wie eBay angeboten werden.
Eine neue Online-Plattform hat sich nun genau auf diese Art des Devisenhandels spezialisiert. Die Spieler können dort den aktuellen Kurs ihres Spielgeldes einsehen und bei Bedarf die virtuelle Währung gegen bzw. für echtes Geld kaufen bzw. verkaufen.
Laut einer Studie des Forschers Edward Castronova wurden 2003 über neun Millionen USD mit dem Handel von Game-Gegenständen auf eBay umgesetzt.
Virtuelle Ökonomie hängt Bulgarien abVirtuelle Bankmanager in allen Spielen
Der Gaming Open Market [GOM] umfasst derzeit sechs Spiele: "The Sims Online", "Star Wars Galaxies", "Horizons: Empire of Istaria", "Second Life", "There" und "Ultima Online".
Die einzelnen Währungen werden zudem nach benutzten Servern getrennt gelistet und können nur in fixen Stückzahlen [Blöcken] verkauft werden.
Jamie Hale, einer der Gründer der Plattform, erklärt, dass GOM den Handel vor allem vereinfachen soll. War es vorher nahezu unmöglich oder recht mühsam, Währungen verschiedener Spiele oder Server zu wechseln, soll das im GOM nun einfacher und auch günstiger möglich sein.
Zu diesem Zweck besitzen Hale und GOM-Mitbegründer Tom Merrall in jedem der gelisteten Spiele eigene Charaktere. Diese agieren als Bankmanager und steuern so den virtuellen Geldfluss.
Ob Simoleons, Gold, Credits, Silver oder Therebucks - der [bisher noch recht wenig genutzte] Gaming Open Market fungiert als virtuelle Wechselstube und tauscht Spielgeld auch gegen echte USD. Die Betreiber kassieren dabei geringe Gebühren.
Gaming Open MarketReale Bedingungen
Und auch in Online-Spielen ist man vor der Inflation nicht sicher.
"Es gibt Zeiten, da werden neue Cheats verwendet und so sehr schnell jede Menge Geld gescheffelt", so Hale. "Das würde natürlich den Preis extrem schnell drücken."
Schon bald soll das Angeot ausgebaut und auch "Dark Ages of Camelot" und "EverQuest" in den Handel aufgenommen werden.
