08.01.2004

VIRTUAL PATIENT

Software bestimmt Operationstechnik

Eine Software, die ursprünglich für Spezialeffekte der Filmindustrie entwickelt wurde, hat nun auch in der plastischen Chirurgie Verwendung gefunden.

Das Programm soll vor einer Operation eine genaue Vorhersage über die Veränderungen im Gesicht bei verschiedenen Schnittvarianten ermöglichen.

So soll die Operationsmethode mit der individuell besten Wundheilung schon im Vorhinein mit Gewissheit bestimmt werden können. Auch die Narbenbildung soll dadurch minimiert werden.

Berücksichtigt MRT-Daten

Mittels eines 3-D-Scans des Gesichts und der MRT-Daten [Magnetresonanztomographie], welche die Struktur der äußersten drei Hautschichten zeigen, wird ein virtuelles Abbild des Patienten geschaffen.

An diesem kann dann jeder Skalpellschnitt getestet und so die optimale Operationsmethode gewählt werden. Diese Berechnung ist in Echtzeit möglich.

In späteren Versionen der Software sollen auch die aktuelle Hautelastizität und die Spätfolgen durch Erschlaffung der Haut einbezogen werden können.