.Net-Update sorgt für Ärger am PC

14.07.2007

Im Monatsrhythmus speist Microsoft Millionen PCs weltweit mit Sicherheitsupdates. Auch im Juli wurden elf Schwachstellen beseitigt, das Update-Paket verursacht jedoch seinerseits auf zahlreichen Rechnern neue Probleme.

Im Internet finden sich zahlreiche Beschreibungen scheinbar willkürlich auftretender Fehler im Zusammenspiel mit anderen Programmen.

Schon die Installation des betreffenden .Net-Updates [MS07-040] bereitet manchen Maschinen Schwierigkeiten. In einigen Fällen hilft ein bzw. gleich mehrere Neustarts, auf anderen Systemen läst sich das Update gar nicht einspielen.

Nutzer berichten des Weiteren von plötzlichen Ausfällen der Maus oder auch einer hochschnellenden Festplattenauslastung.

Ruhezustand-Verweigerung

Auch die Totalverweigerung des Standby-Modus kann eine Folge der aktuellen Bug-Bereinigung sein. Das kommt offenbar bei gleichzeitiger Nutzung des Virenscanners Antivir vor.

Die Bereinigung des Standby-Problems erfolgt durch Deaktivierung des Antivir-Autostarts in der Computerverwaltung [Rechtsklick auf "Arbeitsplatz" - "Verwalten" - "Dienste" - "Starttyp"] und einen anschließenden Neustart. Danach kann der Autostart wieder aktiviert werden.

.Net tief im System verwurzelt

Bei Microsoft sieht man die Probleme gelassen. "Es ist natürlich bedauernswert, aber für dieses Szenario nicht ungewöhnlich. Auf Grund der Komplexität kann es gerade bei .Net-Aktualisierungen zu einem erhöhten Support-Aufkommen kommen", erklärt Gerhard Göschl, Sicherheitssprecher von Microsoft Österreich, gegenüber ORF.at.

"Das .Net-Framework ist stark in das System integriert, verschiedenste Komponenten ergänzen andere Programme und das kann zu mehr Support-Anfragen führen", so Göschl weiter. Er rät Betroffenen den Kontakt mit dem MS-Support-Hotline [Tel.: 08000 123 345], die bei Windows Updates kostenlos weiterhilft.

Wer seinen Rechner auf einen Schlag mit allen bisherigen Patches versorgen möchte, kann auf unauthorisierte Sammelpakete von Dritten wie Winfuture zurückgreifen.