Grenzabbau gegen Sicherheitsaufbau
"Forum Salzburg" berät über Schengen
Die EU-Innenminister der Mitgliedstaaten des "Forum Salzburg" haben erklärt, dass sie ihre Kooperation in Vorbereitung auf die bevorstehende Schengen-Erweiterung Ende 2007 weiter vertiefen wollen.
Auf den Grenzabbau müsse gleichzeitig ein Sicherheitsaufbau folgen, sagte Innenminister Günther Platter [ÖVP]. So sollen gemeinsame Streifen im Grenzgebiet auch nach der Öffnung die Sicherheit gewährleisten.
Es bestehe in allen Staaten ein "sehr großes Bemühen", die Sicherheitsstandards zu erfüllen. Wie weit die Anpassungen in den einzelnen Ländern mittlerweile gediehen sind, wollte der Innenminister bei einer Pressekonferenz nicht bewerten.
Es werde eine Evaluation im Herbst geben, die darüber entscheidet, ob die vorgegebenen Standards zufrieden stellend realisiert wurden.
Das "Forum Salzburg" will in Zukunft auch mit Drittländern wie mit den Westbalkan-Staaten und Ländern der Schwarzmeer-Region eng kooperieren.
Kooperation für Euroa 2008
Man habe noch viel Arbeit vor sich, meinte der slowenische Innenminister Dragutin Mate. Die gemeinsamen Streifen und der Datenaustausch müssten ausgebaut werden.
Für die Euro 2008 sicherte Mate Österreich Unterstützung zu. Slowenische Polizisten würden die Züge, in denen die Fans anreisen, bis zum Austragungsort begleiten.
Die Sicherheitsdiskussion soll bei der Austragung der Europameisterschaft nicht im Vordergrund stehen, erläuterte Platter. Sicherheitsmaßnahmen seien notwendig und auch im Interesse der Fans. Es dürfe jedoch nicht der Eindruck entstehen, dass sich die Zuschauer in einem Polizeistaat befinden.
Mitglieder sind Österreich, Ungarn, Tschechien, Slowenien, die Slowakei, Polen, Rumänien und Bulgarien sowie Kroatien als Beobachterland.
(APA)
