Erste Zwischenbilanz für Sms.at-Chat

Bing
13.07.2007

1,4 Millionen Nachrichten werden pro Woche weltweit über das Handy-Messengerservice bing des Portalbetreiber Sms.at verschickt.

80.000 Mal sei der Instant Messenger bisher heruntergeladen worden, täglich würden 10.000 neue Nutzer dazukommen, sagt Sms.at.

Bing funktioniert weltweit unabhängig vom Netzbetreiber und ermöglicht Usern die Echtzeit-Kommunikation mit dem Freundeskreis zu einem Bruchteil der herkömmlichen SMS-Kosten.

Voraussetzung sind ein mobiler Internet-Zugang und ein Java-fähiges Handy. Die Software selbst ist kostenlos, verrechnet werden jedoch die üblichen Kosten für den Datentransfer durch die Mobilfunkbetreiber.

Durch die starke Komprimierung könnten um den Preis einer SMS bis zu 800 Nachrichten verschickt werden, sagte Sms.at bei der Vorstellung von bing.

"Virale" Verbreitung über Blogs

Grund für den Anstieg der Nutzerzahlen sei die "virale" Verbreitung über Empfehlungen, die durch "das gezielte Impfen eines Landes" ausgelöst würden, so Sms.at-Geschäftsführer Jürgen Pansy.

"Über Blogs, Foren oder Download-Plattformen erreichen wir Personen, auf die der ganze Freundeskreis hört. Durch die Verteilung über die weltweiten Kanäle führt das zu einem Schneeballeffekt", gibt sich Pansy überzeugt.

Detaillierte Zahlen zu einzelnen Ländern - derzeit gibt es Nutzer in über 110 Staaten - wollte er "aus Angst vor Nachahmern" nicht bekannt geben. "Das Erreichen einer kritischen Masse ist aber die Voraussetzung für die geplante Finanzierung über Werbung", so Pansy.

Wichtig gewesen sei ein schneller Start, weshalb man auch nicht auf Kooperationen mit Mobilfunkern habe warten können. Außerdem hätte eine Exklusivvereinbarung die Vorteile des "offenen Systems" beschränkt. Derzeit würden aber wieder Gespräche geführt.

(APA)