Tauschbörsen helfen bei Playlist-Erstellung
Sender nutzen Daten aus P2P-Netzwerken
Das Premiere Radio Network des US-Medienkonzerns Clear Channel Communications greift bei der Erstellung seiner Playlists seit kurzem auf Daten aus Online-Tauschbörsen zurück, berichtete das "Wall Street Journal" ["WSJ"] in seiner Online-Ausgabe.
Dabei geht der US-Radioanbieter laut Zeitung von der Annahme aus, dass Songs, die am häufigsten aus Filesharing-Netzwerken heruntergeladen werden, auch im Formatradio auf Zuspruch stoßen.
Auch Musikkonzern profitieren
Das Radionetzwerk wolle so seine Werbeeinnahmen steigern. Aber auch die Musikkonzerne würden letztlich von den Tauschbörsen-Daten profitieren. Denn das Radio gilt laut "WSJ" trotz schleichenden Bedeutungsverlusts noch immer als der wichtigste Einflussfaktor beim Musikkauf.
Die Daten werden dem US-Radioanbieter vom P2P-Marktforschungsunternehmen BigChampagne zur Verfügung gestellt.
Entscheidungshilfe
Musikkonzerne nutzen bereits seit längerem Daten aus Online-Tauschbörsen als Entscheidungshilfe für Marketing-Strategien. Daten aus P2P-Netzwerken geben häufig wichtige Hinweise auf das Potenzial von Bands und Songs.
Der US-Mobilfunkanbieter Sprint will mit Musik des US-Hip-Hoppers Plies in Online-Tauschbörsen werben.
