Japan, Korea, China kooperieren bei IPv6
Japan, China und Südkorea wollen zusammen die schnelle Einführung von IPv6 [Internet-Protokoll Version 6] als Standard in Asien vorantreiben.
Die japanischen Unternehmen NTT, Hitachi, Fujitsu, NEC, Matsushita, das Mitsubishi Research Institute und die Internet-Initiative Japan sollen zu diesem Zweck bereits an entsprechenden Technologien arbeiten. Das berichtet die japanische Zeitung "Nihon Keizai Shimbun".
Bisher dominieren US-Firmen den Markt für Geräte wie Router, welche die Infrastruktur für das aktuelle IPv4-basierte Internet liefern.
Durch ihre Zusammenarbeit wollen die drei Länder die Marktführung bei der Entwicklung dieser Technologien übernehmen.
Asien mit weniger IP-Adressen
Während Europa und die USA einen großen Vorrat an IP-Adressen
besitzen, hat China bei IPv4 nur rund 22 Mio. IP-Adressen für über
1,3 Mrd. Menschen zu vergeben. Gerade China ist jedoch der derzeit
am schnellsten wachsende Markt für Computer und Handys.
Asien steigt auf IPv6 umDrei Teilnetze werden verbunden
Auch andere Unternehmen wie Korea Telecom, Samsung und China Telecommunication sollen sich an der Initiative beteiligen.
Das japanische Telekommunikationsministerium stellt jährlich knapp 15 Millionen Euro für die Errichtung eines IPv6-Netzwerks bereit. 100 Haushalte, lokale Behörden und Firmen sind an dem Feldtest beteiligt.
Auch China und Südkorea sollen ähnliche Testnetzwerke errichten, um später alle drei IPv6-Netze miteinander zu verbinden.
IPv6
Statt der gewohnten 32-Bit-Adressen erweitert IPv6 die Adressen auf 128 Bit, damit bietet es 2
128
[vier Mrd. x vier Mrd. x vier Mrd. x vier Mrd.] Adressen an. Darüber hinaus soll IPv6 für mehr Sicherheit im Netz und die Vereinfachung administrativer Aufgaben sorgen.
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